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Gesellschaftsrecht; | selbstschuldnerische Bürgschaft eines GmbH-Gesellschafters
Eine unbegrenzte selbstschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung eines Geschäftsführers einer GmbH in einer Formularerklärung, die nicht den Vorschriften des VerbrKrG unterliegt (im Anschluß an BGH NJW 1998, 1939 = ZIP 1978, 949), verstößt auch nicht gegen § 9 Abs. 2 AGBG. Denn die sog. ,,Anlaß''-Rechtsprechung (BGHZ 130, 19 = NJW 1995, 2553) ist grundsätzlich nicht anwendbar, wenn ein Geschäftsführer sich für Schulden seiner GmbH verbürgt (im Anschluß an BGH NJW 1996, 3205), der als Alleingeschäftsführer der GmbH regelmäßig Einfluß auf Art und Höhe ihrer Kreditverbindlichkeiten hat und auch die Bürgschaft rechtzeitig kündigen kann, womit für ihn das Risiko aus der Bürgschaft kontrollier- und beherrschbar ist ().