Was zählt, ist die saubere Umsetzung
Liebe Leserinnen und Leser,
die Entgeltabrechnung bleibt ein Bereich, in dem gesetzliche Änderungen, Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung unmittelbar ineinandergreifen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die aktuelle Ausgabe der LGDD an. Ziel ist es, Entwicklungen nicht nur darzustellen, sondern sie so einzuordnen, dass sie im Abrechnungsalltag verlässlich umgesetzt werden können.
Mit dem Steueränderungsgesetz 2025 greift Gerald Eilts ein Regelungspaket auf, das in seiner Gesamtheit durchaus weitreichende Folgen für die Praxis entfaltet. Auch wenn einzelne Anpassungen für sich genommen überschaubar erscheinen, ergibt sich im Zusammenspiel ein Anpassungsbedarf in bestehenden Abrechnungsprozessen.
Die steuerliche Behandlung der doppelten Haushaltsführung bleibt ein Dauerbrenner mit unverändert hoher Fehleranfälligkeit. Jan-Philipp Muche arbeitet die Voraussetzungen, insbesondere aber die Nachweispflichten und deren praktische Umsetzung heraus.
Mit dem zweiten Teil zur betrieblichen Altersversorgung legt Raschid Bouabba den Schwerpunkt auf das Steuerrecht und damit auf einen Bereich, der in der Praxis eine hohe Komplexität aufweist.
Ergänzt wird diese Ausgabe durch die aktuelle Rechtsprechung zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus Drittländern, die Dr. Henning Alexander Seel einordnet.
Die vorliegenden Beiträge zeigen deutlich, dass die Entgeltabrechnung weiterhin von Detailfragen geprägt ist, die eine hohe fachliche Präzision erfordern. Es sind nicht die großen Grundsatzänderungen, sondern die Vielzahl an Einzelaspekten, die über die Qualität der Abrechnung entscheiden.
Ihr
Markus Stier
Fundstelle(n):
Lohn und Gehalt direkt digital 3/2026 Seite 1
TAAAK-13778