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BBK Nr. 8 vom

Kalkulatorische Zinsen in der Kostenrechnung

Praktische Bedeutung für eine realistische Preiskalkulation und die Berücksichtigung von Opportunitätskosten

Jörgen Erichsen

Die Finanzierung des im Unternehmen gebundenen Kapitals verursacht Kosten – unabhängig davon, ob es sich dabei um Fremd- oder Eigenkapital handelt. Während die Buchhaltung lediglich die tatsächlich angefallenen Fremdkapitalzinsen erfasst, ermöglicht die Kostenrechnung eine umfassendere Betrachtung der gesamten Kapitalbindung. Durch den Ansatz kalkulatorischer Zinsen wird auch der entgangene Nutzen sichtbar, der entsteht, wenn Unternehmer ihr Eigenkapital im Betrieb binden, anstatt es in alternative Anlageformen zu investieren. Der Beitrag erläutert die Funktion kalkulatorischer Zinsen, ihre Berechnung sowie ihre Bedeutung für eine realistische Preis- und Kostenkalkulation.

Kernaussagen
  • Kalkulatorische Zinsen stellen sicher, dass in der Preiskalkulation sowohl Fremd- als auch Eigenkapitalkosten berücksichtigt werden.

  • Berechnungsbasis ist das betriebsnotwendige Kapital, das für die Herstellung und den Absatz von Produkten oder Leistungen erforderlich ist.

  • Der kalkulatorische Zinssatz kann sich am Marktzins orientieren oder betriebsindividuell berechnet werden.

  • Dies führt zu realistischeren Wertansätzen bei der Preiskalkulation und berücksichtigt d...

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