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Entgeltlicher Verzicht auf Nießbrauch bei einem vermieteten Grundstück
[i]Ausführlicher Beitrag s. Seite 936In der Vergangenheit waren sich Rechtsprechung und Finanzverwaltung in Fällen des entgeltlichen Verzichts auf die Ausübung eines Nießbrauchrechts an einem dem steuerlichen Privatvermögen zugehörigen Grundstück einig: Die entgeltliche Ablösung stellt grundsätzlich eine nicht steuerbare Vermögensumschichtung dar. Mit Urteil v. - IX R 4/24 ( NWB MAAAK-05864) bejahte der IX. Senat des BFH jedoch – mit Zustimmung des X. Senats – eine steuerbare Entschädigung gem. § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG i. V. mit § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG, wenn der Nießbraucher das Grundstück zum Zeitpunkt des Verzichts tatsächlich vermietet und hieraus Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt hat. Dies stellt einen Paradigmenwechsel dar und hat insbesondere für existierende Nießbrauchsverträge eine hohe praxisrelevante Bedeutung.
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Steuerbarkeit der Entschädigung und Einordnung in die bisherige Rechtsprechung
[i]Einkünftezurechnung ist maßgeblich für die Annahme einer steuerbaren EntschädigungDiese Rechtsprechungsänderung ist insbesondere im Hinblick auf die jüngere Rechtsprechung des BFH zur entgeltlichen Ablösung von Nießbrauchsrechten an GmbH-Geschäftsanteilen konsequent (vgl. , NWB KAAAJ-80110, und v. - IX R 14/24, NWB DAAAJ-90846). Denn we...