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Residualgewinnmodell
Die Bewertung von Unternehmen und Unternehmensanteilen ist nach § 4 Abs. 3 WiPrPrüfV grundsätzlich Teil des Prüfungsgebiets „Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht“ im WP-Examen. Allerdings umfasst auch das Prüfungsgebiet „Angewandte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre“ die methodischen Problemstellungen der Unternehmensbewertung. Das Residualgewinnmodell ist ein Verfahren der Unternehmensbewertung. Der vorliegende Examensfall ist einer Klausur aus dem Prüfungsgebiet „Angewandte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre“ entnommen. Gemäß der Konkretisierung des § 4 WiPrPrüfV vom für das WP-Examen wird den methodischen Problemstellungen der Unternehmensbewertung eine mittlere Bedeutung zugeschrieben.
I. Einordnung
Im Residualgewinnmodell ergibt sich der Unternehmenswert aus dem Eigenkapital zum Bewertungsstichtag zzgl. des Barwerts der Residualgewinne. Der Buchwert des Eigenkapitals bildet dabei die vorhandene Unternehmenssubstanz ab und kann entsprechend als Substanzwert interpretiert werden. Die Residualgewinne sind jene Erträge, die die geforderte Normalverzinsung des eingesetzten Eigenkapitals übersteigen. Bei dem Residualgewi...