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NWB-BB Nr. 4 vom Seite 123

Budgetierung in kleinen Betrieben

Neues Tool in der NWB Datenbank

Dipl.-Betriebsw. Jörgen Erichsen

Unter Budgetierung werden in der Betriebswirtschaft und im Controlling die Planung aller Einnahmen und Ausgaben verstanden. Der Budgetierungszeitraum umfasst dabei meist eine Periode von ein, manchmal auch zwei Jahren. Bei der Budgetierung in Unternehmen geht es darum, die verfügbaren finanziellen Mittel – die Budgets – zu planen und für bestimmte Zwecke bereitzustellen, z. B. für die Umsetzung einer Werbekampagne. Im Folgenden erfahren Sie, wie die Budgetierung in kleinen Unternehmen umgesetzt werden kann. Für die Umsetzung in die Praxis können Sie in der NWB Datenbank das neue Excel-Tool „Budgetierung in kleinen Betrieben – Berechnungsprogramm, NWB AAAAK-07582“ abrufen.

Budgetierung in kleinen Betrieben – Berechnungsprogramm, NWB AAAAK-07582

Kernaussagen
  • Jedes Unternehmen sollte eine Budgetierung erstellen; in kleinen Betrieben genügt meist eine Budgetierung, die sich an der Struktur einer betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) orientiert und um liquiditätsrelevante Positionen erweitert wird.

  • Die Budgets sollten zunächst auf Jahresebene erstellt und dann auf Monate heruntergebrochen werden.

  • Zudem sollte monatlich ein Plan-Ist-Vergleich vorgenommen werden, um zu sehen, ob sich die Budgetziele erreichen lassen.

  • Bei größeren Abweichungen (Faustregel >10 %) sollten kurzfristig Maßnahmen umgesetzt werden, um die Budgetziele noch zu erreichen.

I. Was versteht man unter Budgetierung?

Budgetierung im Unternehmen bedeutet, die dem Betrieb und seinen Abteilungen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel (Budgets) für ein bis zwei Jahre zu planen und bereitzustellen. Man unterscheidet im Wesentlichen Umsatz-, Kosten- und Investitionsbudgets.

Die Budgetierung baut auf den operativen Teilplänen eines Unternehmens auf, etwa Absatzmengen-, Kapazitäts-, Personal-, Material-, Werbe- oder Investitionsplanung. Diese werden in Geldeinheiten – eben Budgets – umgewandelt und monatlich geplant und bereitgestellt. In der Praxis werden die Begriffe operative Planung und Budgetierung aufgrund der engen Verknüpfung häufig synonym verwendet.

Download-Tipp

Operative Planung – Berechnungsprogramm, NWB MAAAC-58075

Praxisbeispiel

In der Kostenstelle „Vertrieb“ sind 2 Mitarbeiter beschäftigt. Diese beziehen Gehälter inkl. Sozialkosten von 210.000 €. Sie nutzen 2 Büroräume, EDV, 2 Fahrzeuge, und es werden Werbemaßnahmen geplant. Auch Versicherungen und Kosten für Warenabgabe entstehen. Insgesamt fallen hierfür voraussichtlich noch einmal 350.000 € an. Das geplante Kostenbudget beträgt für das Planjahr also 560.000 €. Das geplante Umsatzbudget (Verkaufsmenge x Nettoverkaufspreise) beläuft sich auf 3,7 Mio. € pro Jahr. Da die Budgetierung operativen Charakter hat, müssen sowohl Kosten als auch Umsätze noch unter Berücksichtigung evtl. Besonderheiten, z. B. Saisongeschäft oder Schließzeiten während der Ferien, auf die Monate des Jahres verteilt werden.

Budgets können auf zwei verschiedenen Wegen geplant werden:

Preis:
€10,00
Nutzungsdauer:
30 Tage

Seiten: 4
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Budgetierung in kleinen Betrieben

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