Suchen Barrierefrei

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
StuB Nr. 6 vom Seite 223

Steuerbilanzielle Wahlrechte bei gewerblichen Mitunternehmerschaften

Ein Spannungsverhältnis

Univ.-Prof. Dr. Holger Kahle

Das bei gewerblichen Mitunternehmerschaften bestehende Spannungsverhältnis zwischen der Einheit der Gesellschaft und der Vielheit der Gesellschafter kommt in der zweistufigen Gewinnermittlung zum Ausdruck. Mit Blick auf die Bilanzenvielfalt bei Personengesellschaften stellt sich die Frage nach der Ausübung steuerbilanzieller Wahlrechte.

Gehrmann, Personengesellschaft, Grundlagen, NWB TAAAB-17518

Kernfragen
  • Wie wirkt sich das Spannungsverhältnis zwischen der Einheit (der Personengesellschaft) und der Vielheit (der einzelnen Gesellschafter) auf die Ausübung steuerbilanzieller Wahlrechte aus?

  • Sind die Abschreibungsregeln für die Folgebewertung in der Ergänzungsbilanz an die Abschreibungen in der Gesamthandsbilanz gekoppelt?

  • Können auch in der Sonderbilanz Ansatz- und Bewertungswahlrechte in Anspruch genommen werden?

I. Einleitung

[i]Gehrmann, Mitunternehmerschaft, Grundlagen, NWB XAAAA-88442
Kahle, Besonderheiten der steuerlichen Gewinnermittlung bei Personengesellschaften, in: Prinz/Kanzler, Handbuch Bilanzsteuerrecht, 5. Aufl. 2026 (im Erscheinen)
Die Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung für die Steuerbilanz (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG) ist mit der Aufgabe der formellen Maßgeblichkeit im Zuge des BilMoG deutlich entwertet worden; seitdem ist eine von den handelsrechtlichen GoB abweichende Ausübung steuerlicher Wahlrechte möglich (§ 5 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 EStG). Zwar müsste m. E. der weite Wortlaut dieser Norm mit Blick auf das Legalitätsprinzip und den Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung teleologisch reduziert und damit auf sog. Steuerbegünstigungswahlrechte begrenzt werden. Hierfür spricht auch, dass handelsrechtliche Wahlrechte im Grundsatz unvereinbar mit den GoB sind. Jedoch wird der Stpfl. bei der Ausübung steuerrechtlicher Wahlrechte nach Auffassung der Finanzverwaltung und gewichtigen Stimmen in der Literatur weder durch den handelsrechtlichen Wertansatz noch durch die GoB gebunden. Demnach handelt es sich um einen generellen steuerlichen Wahlrechtsvorbehalt.

Preis:
€15,00
Nutzungsdauer:
30 Tage

Seiten: 6
Online-Dokument

Steuerbilanzielle Wahlrechte bei gewerblichen Mitunternehmerschaften

Erwerben Sie das Dokument kostenpflichtig.

Testen Sie kostenfrei eines der folgenden Produkte, die das Dokument enthalten:

NWB MAX
NWB PLUS
NWB Unternehmensteuern und Bilanzen
Wählen Sie das für Ihre Bedürfnisse passende NWB-Paket und testen Sie dieses kostenfrei
Jetzt testen