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Handelsbilanz-Yuan-Puzzle: Nutzung realer Wechselkurse für die Verrechnungspreisanalyse
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I. Hintergrund
[i]China war 2025 wieder Deutschlands wichtigster HandelspartnerDas statistische Bundesamt hat jüngst bekannt gegeben, dass China 2025 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner war – gemessen am Handelsvolumen. Diese Position hielt China bereits in den Jahren 2016–2023 und wurde nur 2024 von den USA überholt. Das Handelsvolumen mit China hat 2025 leicht zugenommen (2,1 %), insbesondere nahm aber der Handel mit den USA deutlich ab (-5 %), was angesichts der Handelspolitik der Trump-Regierung nicht verwundert. [i]Deutschland hat ein signifikantes Handelsdefizit gegenüber ChinaDie Handelsbilanz mit China ist sehr unausgeglichen: Während Deutschland Waren im Wert von 81.252 Mrd. € nach China exportiert hat, wurden Waren im Wert von 170.593 Mrd. € importiert. Wie Abbildung 1 zeigt, ist dies kein neues Phänomen. Seit 2020 hat das Handelsdefizit gegenüber China signifikant zugenommen. Deutschland importiert aus China vor allem Maschinen, Fahrzeuge, Brennstoffe und Pharmazeutika.
[i]Der Wechselkurs des Yuan spiegelt dies in keiner WeiseNach makroökonomischen Modellen würde ein Handelsbilanzdefizit isoliert zu einer Aufwertung des Yuan führen, weil die Nachfrage nach Yuan die Nachfrage nach Euro übersteigt. Eine aufwertende Währung verteuert Exporte und wirkt einer permanenten Ausweitung von Handelsdefiziten entgegen. In d...