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STFAN Nr. 3 vom Seite 16

Risikofalle Mandat: Gefahr der Verstrickung in Steuerhinterziehung

Dipl.-Finw. Jana Katharina Koch und Prof. Dr. Timo Torz

Bisweilen kommen bei Steuerberatern und Steuerfachangestellten Zweifel auf, ob die Erklärungen des Steuerpflichtigen zutreffend und/oder vollständig sind. Manchmal bestehen Anhaltspunkte, dass falsche oder unvollständige Tatsachen vorgetragen werden, um die Steuerlast zu reduzieren. An dieser Stelle setzen sich die Berater der Gefahr aus, sich an einer Steuerstraftat zu beteiligen. Mit diesem Beitrag soll das Bewusstsein für dieses Risiko geschärft und eine Entscheidungshilfe geliefert werden, ob das Mandat tatsächlich bearbeitet oder niedergelegt werden soll.

Beispielsfall aus der Praxis

Ein Mandant ist Eigentümer eines Vermietungsobjekts. Zur Erstellung der Anlage V reicht er jedes Jahr einen großen Ordner mit Belegen zu Erhaltungsaufwendungen bei seinem Steuerberater ein. Der Mandant weiß, dass Erhaltungsaufwendungen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können und sich die festzusetzende Einkommensteuer und damit seine Zahllast reduzieren. Vor diesem Hintergrund versucht er so viele Belege wie möglich einzureichen. Da er in regelmäßigen Abständen seine privat genutzte Immobilie instandhält und mit hochp...