Künstliche Intelligenz in der Unternehmensrestrukturierung
Eine erfolgreiche Sanierung hängt heute vor allem von der finanziellen Handlungsfähigkeit eines Unternehmens ab. Nur wer seine Liquidität frühzeitig sichert und flexibel auf Veränderungen reagieren kann, schafft die Grundlage dafür, dass operative Maßnahmen überhaupt wirken. Matthias Müller und Doreen Laabs zeigen in ihrem Beitrag „Finanzierung als Schlüssel zur Sanierung“ ab innovative Ansätze zur Krisenbewältigung in diesen Zeiten der Polykrise auf. Die Trump´schen Zollpläne tragen sicher auch nicht gerade zur Erleichterung der Krisensituation bei!
Durch eine bewusste Arbeit an der Architektur des Steuerungssystems kann das Controlling einen erheblichen Beitrag zur positiven Veränderung und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit und Resilienz von Organisationen liefern. Dr. Sebastian Bartel führt uns ab in seinem Beitrag „Unternehmenssteuerung neu denken“ in die weiteren Tiefen des Human Centric Finance-Ansatzes ein: Im unternehmerischen Controllingsystem ist nicht nur die Risikofrüherkennung in Unternehmen verankert, sondern dort werden auch die Daten für die unternehmerischen Entscheidungen, d. h. die Unternehmenssteuerung, aufbereitet.
Die Künstliche Intelligenz ist aus der aktuellen (Unternehmens-)welt nicht mehr wegzudenken. Wie die „Künstliche Intelligenz in der Unternehmensrestrukturierung“ gewinnbringend eingesetzt werden kann, zeigt Prof. Thomas Schmiedinger ab . Was genau ist eigentlich Künstliche Intelligenz und wie ist sie praktisch einzuordnen bzw. anzuwenden? Welche Arten gibt es? Auf all diese Fragen gibt sein Beitrag umfassend Antwort.
Beruht die Übertragung von werthaltigen Grundstücken oder von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften auf einem mit den Insolvenzgläubigern abgestimmten und vom Insolvenzgericht genehmigten Insolvenzplan, kann die Grunderwerbsteuer als neue Steuerforderung, als Masseverbindlichkeit oder aber auch (nachträglich) als Insolvenzforderung entstehen. Die damit im Zusammenhang stehenden insolvenzsteuerrechtlichen Rechtsfragen waren Gegenstand eines beim II. Senat des BFH anhängigen Rechtsstreits und werden uns von Prof. Dr. Matthias Loose, selbst Richter am II. BFH-Senat, ab erklärt.
Das deutsche Insolvenzrecht wird in der Praxis häufig als rein finanzwirtschaftliches Instrument zur Bereinigung der Passivseite verstanden. Ein unterschätztes Potenzial liegt jedoch in seiner Wirkung als strategischer Rahmen für Verhandlungen mit dominanten Kunden, insbesondere über das Recht des Insolvenzverwalters, die Erfüllung nach § 103 Abs. 2 InsO abzulehnen. Der Beitrag von Ralf H. Komor „Verhandeln im Schatten der Insolvenz“ ab zeigt, wie sich das Wahlrecht nach § 103 InsO mit Vertriebsforensik und professioneller Verhandlungsführung verbinden lässt.
Mit besten Grüßen,
Ruth Sterzinger
Fundstelle(n):
NWB Sanieren 2/2026 Seite 33
UAAAK-09888