Fahrsicherheitstraining; Umsätze eines Vereins für
Verkehrserziehung
Leitsatz
Umsätze aus Fahrsicherheitstrainings sind gem. § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG umsatzsteuerfrei, wenn es sich um Schulungsmaßnahmen
handelt, die zum Erwerb oder zur Erhaltung beruflicher Kenntnisse konkret geeignet sind.
Wenn die Übernahme der Kosten für ein Fahrsicherheitstraining durch Berufsgenossenschaften nach Auffassung des BFH indiziert,
dass diese Kursteilnehmer aus beruflichen Gründen an den Schulungen teilnehmen und die dabei erlangten theoretischen und praktischen
Kenntnisse einen direkten Bezug zu ihrem Beruf aufweisen und über 50% aller Teilnehmer der sog. „geschlossenen“ und „gemischten“
Kursen Angehörige einer Berufsgenossenschaft mit entsprechender Kostenübernahme sind, indiziert dies wegen derselben einheitlichen
Ausgestaltung aller Fahrsicherheitstrainings zugleich deren Eignung zum Erwerb oder zur Erhaltung beruflicher Kenntnisse.
Umsätze aus der Vermietung eines Rettungssimulators unterliegen nicht dem ermäßigten Steuersatz gem. § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a
UStG, wenn die Vermietung kein en keinen Zweckbetrieb i.S.d. § 65 AO begründet.
Fundstelle(n): LAAAK-09275
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Niedersächsisches Finanzgericht
, Urteil v. 05.09.2024 - 5 K 250/16