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Die umsatzsteuerliche Behandlung von Wohnungseigentümergemeinschaften
Teil 2: Gestaltungsüberlegungen betreffend die Option zur Umsatzsteuerpflicht
[i]Wenke/Lüder, Teil 1, NWB 35/2025 S. 2396Leistungen von Wohnungseigentümergemeinschaften gegenüber ihren Wohnungs- und Teileigentümern sind grundsätzlich gem. § 4 Nr. 13 UStG von der Umsatzsteuer befreit. Korrespondierend dazu führt die Steuerbefreiung für die Wohnungseigentümergemeinschaft allerdings zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug. Insbesondere bei einer steuerpflichtigen Vermietung des Wohnungs- oder Teileigentums durch die Eigentümer kann dies zu einem echten Kostenfaktor für die Mieter werden, wie das im ersten Beitragsteil besprochene (NWB ZAAAJ-86628 aufzeigt (s. Wenke/Lüder, NWB 35/2025 S. 2396). Einen Ausweg bietet die Option zur Steuerpflicht nach § 9 Abs. 1 UStG durch die Wohnungseigentümergemeinschaft. In rechtlicher Hinsicht erfordert dies jedoch einen wirksamen Beschluss der Eigentümerversammlung. Der nachfolgende Teil 2 untersucht, in welchen Fallkonstellationen eine Option zur Steuerpflicht durch eine Wohnungseigentümergemeinschaft steuerlich vorteilhaft sein kann und analysiert die praktischen Implikationen des Verzichts auf die Umsatzsteuerbefreiung.
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S. 2476