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STFAN Nr. 12 vom Seite 25

Geschenke an Geschäftsfreunde

Dipl.-Kfm. (FH) Udo CremerH

Fallbeispiel

Die GmbH schenkt ihren Kunden Maier, Müller und Schmitz zu Ostern am je eine Flasche Wein. Die drei Weinflaschen haben insgesamt 90 € (3 • 30 €) zzgl. 19 % Umsatzsteuer gekostet und sind beim Kauf bar bezahlt worden. Mitte Dezember 2023 schenkt die GmbH ihrem Kunden Müller außerdem noch hochwertige Kopfhörer im Wert von 140 € zzgl. 19 % Umsatzsteuer zu Weihnachten. Der Rechnungsbetrag wurde bar bezahlt.

Einführung

Obwohl grundsätzlich sämtliche Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind, gewinnmindernde Betriebsausgaben darstellen und damit zur Senkung der Steuerlast beitragen, dürfen gewisse Aufwendungen den steuerlichen Gewinn nicht mindern. Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG dürfen Aufwendungen für betrieblich veranlasste Geschenke an natürliche Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, oder an juristische Personen generell nicht abgezogen werden. Vorstehende Regelung gilt nicht, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Wirtschaftsjahr zugewendeten Gegenstände insgesamt 35 € nicht übersteigen.

Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Geschenks zählt u. a. auch die Umsatzsteuer, wenn der Abzug als Vorsteuer aufgrund von § 15 Abs. 1a UStG ausgeschlosse...