Dokument Abfärbewirkung bei gewerblichen Einkünften einer Personengesellschaft - Gestaltungsempfehlungen zur Risikoabsicherung

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BBK Nr. 20 vom 18.10.2019 Seite 969

Abfärbewirkung bei gewerblichen Einkünften einer Personengesellschaft

Gestaltungsempfehlungen zur Risikoabsicherung

Bernd Rätke

Eine [i]BFH, Urteil v. 6.6.2019 - IV R 30/16 NWB HAAAH-24029 freiberuflich tätige oder eine vermögensverwaltende Personengesellschaft kann insgesamt als gewerblich tätig eingestuft werden, wenn sie auch gewerbliche Einkünfte oder gewerbliche Beteiligungseinkünfte erzielt. Es kommt dann zu einer Abfärbung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG, die dazu führt, dass auch die freiberuflichen oder vermögensverwaltenden Einkünfte als gewerblich eingestuft werden. Der Beitrag zeigt die aktuelle Rechtsprechung des BFH zur Abfärbung und enthält Gestaltungsempfehlungen, um einkommen- oder gewerbesteuerliche Mehrbelastungen zu vermeiden.

Eine Kurzfassung des Beitrags finden Sie .

I. Varianten der Abfärbung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG

1. Überblick

Nach [i]Gehrmann, Gewerbliche Einkünfte von Personengesellschaften, infoCenter NWB AAAAC-42076 § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG werden alle Einkünfte einer Personengesellschaft (insbesondere GbR, OHG, KG) als gewerblich behandelt, wenn

  • die Personengesellschaft auch eigene gewerbliche Einkünfte erzielt (Variante 1; siehe Abschnitt II) oder

  • die Personengesellschaft als Mitunternehmerin an einer gewerblich tätigen Personengesellschaft i. S. von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG beteiligt ist und hieraus gewerbliche Beteiligungseinkünfte erzielt (Variante 2; siehe Abschnitt III).

Die [i]Abfärbung nur bei Personengesellschaft möglich Abfärbung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG – auch Infektion genannt ...

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