Wirtschaftsprüfung | Reglementierung von Mandatsvergabe geplant (EU)
Die EU-Kommission plant nach einem Bericht der FAZ (), die Wirtschaftsprüfung über einen unabhängigen, staatlich bestellten Regulator (Rechnungshof) abwickeln zu lassen. Unternehmen könnten dann nicht mehr wie bisher ihren Wirtschaftsprüfer selbst bestimmen.
Der Regulator soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestimmen, das Honorar für die Prüfung festlegen und entscheiden, wie lange der Prüfer ein bestimmtes Mandat behält.
Damit der Markt für die lukrativen aber auch personalintensiven Konzernprüfungen nicht nur zwischen den vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aufgeteilt wird, sollen über sogenannte Joint-Prüfungen mittelgroße Gesellschaften als Co-Prüfer an die Konzernprüfung herangeführt werden. Ziel dieses Verfahrens ist es, dass mittelgroße Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ggf. in Kooperation mit anderen Gesellschaften gleicher Größe, Konzerne als Mandat übernehmen können.
Diese Pläne sind im Grünbuch der Europäischen Kommission zur Wirtschaftsprüfung zusammengefasst, das offiziell aber erst am veröffentlicht werden wird, berichtet die FAZ weiter.
Quelle: FAZ
Fundstelle(n):
SAAAF-15707