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Die langsame Erosion des Accrual Accounting in ED/2024/1 – Zur Zukunftsausrichtung des Nutzungswertes nach IAS 36
Schwerpunktthema: Internationale Rechnungslegung und Unternehmensbesteuerung
Nach dem Exposure Draft 2024/1 sollen künftig auch solche Erweiterungsinvestitionen und Restrukturierungen im Nutzungswert nach IAS 36 berücksichtigt werden dürfen, deren Umsetzung noch nicht verpflichtend ist. Vorliegender Beitrag analysiert die Stellungnahmen zu dieser geplanten Änderung am Wertminderungstest. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Kommentierenden den Vorschlag aufgrund einer besseren Anknüpfung an interne Planungsrechnungen begrüßt. Zugleich wird jedoch eine Zunahme des Management Over-Optimism befürchtet. Eine kritische Diskussion verdeutlicht, warum dieser Befund konzeptionell und aus Sicht der Kapitalgeber problematisch ist. Bereits eingetretene Wertminderungen könnten durch strategische Zukunftspläne verschleiert werden und die Entstehung von originären Geschäftswerten begünstigen. Dadurch wird eine Erosion der Periodisierung zugunsten einer stärkeren Orientierung am Management Approach billigend in Kauf genommen.
1 Problemstellung
Der Wertminderungstest nach IAS 36 zählt zu den umstrittensten Themen der internationalen Rechnungslegung. Ursprünglich sollte der Impairment-only Approach (IOA) die Entscheidungsnützlichkeit verbessern,...