Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
EuGH zur Übertragung von In-Game Assets (Spielgold) gegen konventionelle Währungen
Der EuGH hatte über die umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Übertragung von Spielgold gegen konventionelle Währungen zu entscheiden ( „Žaidimų valiuta“, NWB UAAAK-11747). Im entschiedenen Fall greift weder die Steuerbefreiung für Umsätze, die sich auf gesetzliche Zahlungsmittel beziehen, noch handelt es sich bei dem in Rede stehenden Spielgold um (Mehrzweck-)Gutscheine. Bemessungsgrundlage ist der volle Verkaufspreis. Eine (analoge) Differenzbesteuerung zieht der EuGH nicht in Betracht.
I. Hintergrund
Der Handel mit virtuellen Währungen und digitalen Gütern ist seit
Jahren ein Brennpunkt der umsatzsteuerrechtlichen Praxis, denn er wirft eine
Vielzahl von Rechtsfragen und praktischen Herausforderungen auf (vgl. z. B.
Oldiges/Salewski, International VAT Monitor 2025, Volume 36, No. 2). Der EuGH
sah sich nun zentral mit Fragen konfrontiert, die spezifisch für
„geldähnliche“ digitale Gegenstände sind: Ist die Steuerbefreiung
für Zahlungsmittel anwendbar? Kommt es in Betracht, den Handel wie die
Übertragung eines Gutscheins zu behandeln?
Auch jenseits dieser
speziellen Fragen ist das Urteil von der gesamten Branche mit...