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PiR Nr. 5 vom Seite 133

Die Umsetzung von (i)XBRL in der Unternehmenspraxis

Eine Analyse am Beispiel von SAP

StB Carsten Heuring und Dr. Stephan Burghardt *

Die (i)XBRL-Finanzberichtersattung gewinnt weltweit an Bedeutung. Gleichwohl ist dieses Berichtsformat im Rahmen der internationalen Rechnungslegung in Deutschland bisher nur rudimentär reflektiert. Die nachfolgenden Ausführungen stellen die wachsende Bedeutung dar und sollen einen praxisorientierten Einstieg in die Technologie aus der Perspektive der Rechnungslegung geben, ferner werden Vorteile und Herausforderungen in Anwendung und Implementierung beleuchtet.

Erichsen, Einführung des Digitalen Finanzberichts, BBK 13/2017 S. 617 NWB WAAAG-48733

Kernaussagen
  • Die Bedeutung von (i)XBRL nimmt zu – Ersteller von Abschlüssen sollten sich frühzeitig mit (i)XBRL beschäftigen.

  • (i)XBRL-Implementierungen benötigen unternehmensindividuelle Projektprofile mit einer Kombination aus IT-technischen UND buchhalterischen skills. Einseitige skills greifen zu kurz.

  • (i)XBRL eröffnet einen „fresh look“ auf die Anhangangaben.

I. Einleitung

Im letzten Jahrzehnt hat sich über verschiedene Länder und Organisationen [1] hinweg ein internationaler technischer Standard zum Austausch von Finanzdaten etabliert: die eXtensible Business Reporting Language (XBRL).

Der XBRL-Standard wird von XBRL International, einer Non-Profit Organisation, herausgegeben. Es ist ein offener Standard zum elektronischen Datenaustausch und verfolgt das Ziel, Geschäftsdaten in einem globalen Umfeld vergleichbarer zu machen, um somit Transparenz zu ermöglichen.

Dieses Ziel hatte im Jahr 2009 bereits die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) aufgegriffen und Unternehmen verpflichtet, Finanzdaten im XBRL-Format zu veröffentlichen. [2] Die Umsetzung galt zunächst grds. nur für US-GAAP-Anwender. Im März 2017 wurden Foreign Private Issuers (FPIs), die ihre Jahresabschlüsse auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellen und an einer amerikanischen Börse gelistet sind, verpflichtet, XBRL-Daten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem enden, bereitzustellen. [3]

Darüber hinaus hat die SEC eine Anordnung erlassen, die es Unternehmen gestattet, Finanzdaten auf Basis von inline XBRL (iXBRL) zu veröffentlichen. Von einer Veröffentlichung von XBRL-Daten sind sie sodann befreit. [4] Ferner diskutiert die SEC öffentlich, Unternehmen zu verpflichten, Finanzdaten ausschließlich auf Basis des iXBRL-Formats bereitstellen zu lassen. [5]

Durch Art. 4 (7) der Transparenzrichtlinie (2013/50/EC) wurde die Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) beauftragt, für die Europäische Union (EU) die Grundlagen für ein Format zur elektronischen Verarbeitung von Finanzdaten zu schaffen. So hat die ESMA am bekannt gegeben, dass Emittenten, die Wertpapiere auf regulierten Märkten innerhalb der EU handeln, ihre Jahresabschlüsse auf Basis von inline XBRL (iXBRL) veröffentlichen müssen. [6] Diese Verpflichtung soll ab dem gelten. Sie bezieht sich zunächst nur auf Konzernabschlüsse, die nach den IFRS aufgestellt werden. Einzelabschlüsse sind hiervon derzeit nicht betroffen.

Die SAP ist aufgrund des listings ihrer Aktien über American Depository Receipts (ADRs) an der New York Stock Exchange in einer besonderen Situation. Wenngleich die Vorschriften der ESMA zur Veröffentlichung von iXBRL-Daten erst ab dem S. 134Jahr 2020 gelten, sind als Folge der SEC-Vorschriften XBRL-Daten bereits für das Geschäftsjahr 2017 zu veröffentlichen.

Der vorliegende Beitrag erläutert, wie die SAP die geltenden Vorschriften umgesetzt hat und welche Erwägungen in diesem Zusammenhang wichtig erschienen.

Hierbei galt es zunächst zu klären, was die Unterschiede zwischen einem XBRL- und einem iXBRL-Format sind. Da das tagging/mapping (= Prozess der elektronischen Anreicherung von Finanzdaten) auf der Grundlage der jeweils anwendbaren Rechnungslegungsstandards erfolgt, ist hierfür ein Rahmenwerk erforderlich, das Standardelemente vorschlägt – die sog. Taxonomie. Hierfür hat die IFRS -Foundation die IFRS-Taxonomie herausgegeben, die entsprechend der Weiterentwicklung der Standards und der Unternehmenspraxis fortgeschrieben wird. Ein grundlegendes Verständnis ist hierbei für eine korrekte Zuordnung von Finanzzahlen zu Standardelementen der IFRS-Taxonomie unerlässlich. Daher soll deren Aufbau und der grundlegende Prozess des taggings/mappings in einem zweiten Schritt analysiert werden. In einem dritten Schritt werden die aktuellen Vorgaben der SEC und der ESMA zur elektronischen Erfassung von Finanzdaten dargestellt. Schließlich sollen in einem vierten Schritt die Alternativen, der gewählte Lösungsansatz und die gewonnenen Erfahrungen dargestellt werden, die die Verfasser im Zuge der einschlägigen Vorschriften gesammelt haben. Darüber hinaus wird ein Ausblick am Beispiel von SAP gegeben. Eine thesenartige Zusammenfassung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen.

II. (i)XBRL – ein konzeptioneller Überblick

1. XBRL

Das XBRL-Format basiert auf dem Standard XML (eXtensible Markup Language). Die XBRL-Spezifikation ist dabei ein plattform-, applikations- und domainunabhängiges Format, das neutral hinsichtlich des konkreten Einsatzzwecks und des relevanten Rechnungslegungsstandards ist. [7]

Über den XBRL-Standard gekennzeichnete Finanzdaten ermöglichen eine automatisierte Datenverarbeitung. Voraussetzung ist, dass eine Taxonomie genutzt wird, die auf Basis der angewendeten Rechnungslegungsstandards herausgegeben wurde. Im Falle eines IFRS-Anwenders bietet sich daher die von der IFRS -Foundation veröffentlichte IFRS-Taxonomie [8] an, ein US-GAAP-Anwender würde folglich die vom FASB bereitgestellte US-GAAP-Taxonomie [9] nutzen.

Erst mit der Verwendung einer Taxonomie ist es möglich, Finanzdaten mit zusätzlichen Informationen anzureichern, so dass diese dann elektronisch ausgelesen werden können. Der Begriff Finanzdaten ist dabei weit auszulegen. Die elektronische Erfassung kann neben quantitativen auch qualitativen Angaben einschließen. So ist es möglich, neben Zahlen auch Erläuterungen zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethodik oder einzelne Tabellen auf Basis von XBRL zu erfassen.

Der Vorteil von XBRL liegt damit auf der Hand: Die erfassten Daten können elektronisch ausgelesen werden und erleichtern somit das Suchen und die Weiterverarbeitung. Gerade an dieser Stelle werden die Nachteile der weit verbreiteten konventionellen Berichtsformate wie z. B. von PDF- oder HTML-Formaten deutlich. Die Auswertung dieser Berichtsformate ist in hohem Maße von manuellem Aufwand beeinflusst.

Der beschriebene Nutzen von XBRL-Daten kommt vornehmlich den Empfängern der Kapitalmarktinformationen zu Gute. Unternehmen sehen sich in erster Linie einem größeren Aufwand durch die Datenbereitstellung ausgesetzt. Die vorläufige Bewertung greift aus Sicht der Verfasser allerdings zu kurz. Die Struktur von XBRL ermöglicht es auch, Rechenlogiken zu hinterlegen. Hierdurch lassen sich automatisiert Plausibilitätsanalysen starten. Somit ist es Unternehmen möglich, im Rahmen der Erstellung von Abschlüssen, Inkonsistenzen aufzudecken bevor sie an den Wirtschaftsprüfer weitergegeben oder dem Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt werden. Manuelle Kontrollen können somit reduziert werden. Darüber hinaus kann über die Taxonomie die Quelle im Rechnungslegungsstandard von einzelnen Finanzdaten mitgeliefert werden. Das bietet Abschlusserstellern zweierlei Vorteile: Einerseits erhält man eine systematische Unterstützung, ob das Unternehmen alle Angabevorschriften der angewendeten Rechnungslegungsstandards erfüllt hat. Andererseits werden Unternehmen unterstützt, kritisch zu hinterfragen, ob in der Vergangenheit gewachsene (freiwillige) Anhangangaben tatsächlich notwendig sind oder ob sie vor dem Hintergrund von „information overload“ [10] gestrichen werden können.

Grundsätzlich wird eine Taxonomie von einer:

  • XML-Schemadatei und

  • Serie an sog. linkbases beschrieben.

Die XML-Schemadatei definiert die grundlegende Struktur der XBRL-Dateien. Die linkbases-Dateien können u. a.:

  • Beziehungen zwischen verschiedenen concepts einer Taxonomie (z. B. rechnerische Zusammenhänge) oder

  • Beziehungen zwischen concepts und anderen Informationsquellen (z. B. Rechnungslegungsstandards)

herstellen.

Der Zusammenhang zwischen den einzelnen Dateien in XBRL-Datensätzen und den Finanzdaten soll anhand Übersicht 1 verdeutlicht werden. [11]

Als concept wird im XBRL-Kontext die Bezeichnung einer Informationseinheit innerhalb einer Taxonomie (z. B. operativer S. 135Cashflow) benannt. Konkrete Finanzdaten aus einem Jahresabschluss werden in der sog. Instanzdatei beschrieben. Die Instanzdatei ist folglich der finale Output, nachdem die Finanzdaten mithilfe der Taxonomie elektronisch gekennzeichnet wurden. Nur die Kombination von allen Dateien ermöglicht es, Finanzdaten durch Technologien elektronisch auslesen zu lassen.

Da das XBRL-Format im Wesentlichen die automatisierte Datenverarbeitung unterstützt, weißt es einen Nachteil in Bezug auf die Lesbarkeit auf. Eine für den Menschen gewohnt strukturierte Darstellung der XBRL-Daten würde man durch ein sog. rendering in ein HTM-/HTML-Format erreichen.

2. iXBRL

Das inline XBRL-Format (iXBRL) ist eine Weiterentwicklung des zuvor beschriebenen XBRL-Formats. Während die Aussagen zur Taxonomie weiterhin gelten, wird als Instanzdatei nun ein HTML-Dokument erzeugt, das über einen Webbrowser mit HTML-typischer Formatierung dargestellt werden kann. Hierin sind XBRL-Metadaten eingebettet ohne unmittelbar sichtbar zu sein. Folglich können die über iXBRL beschriebenen Finanzdaten gelesen werden, während ein XBRL-Prozessor die Daten elektronisch auslesen kann. Ein rendering der XBRL-Daten ist nun nicht mehr erforderlich. Zur Veranschaulichung wurde die Übersicht 1 auf S. 134 für iXBRL weiterentwickelt (vgl. Übersicht 2). [12]

III. Anwendbare Taxonomie und tagging

1. Überblick

Taxonomien sind dem Grunde nach mit dem Vokabular einer Sprache [13] vergleichbar – sie bilden den Kommunikationsrahmen zum Informationsaustausch. Im Kontext eines Jahresabschlusses stellen sie ein Klassifikationsschema für bestimmte Abschlussbestandteile (z. B. Zahlen, Tabellen, Textblöcke) dar. Eine Taxonomie kann grds. als

  • offene Taxonomie oder

  • geschlossene Taxonomie [14]

konzipiert werden.

Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Formen ist die Möglichkeit, unternehmensspezifische Elemente (sog. extensions) in eine Taxonomie einzubauen. Während eine offene Taxonomie die Nutzung von extensions ermöglicht, können extensions bei einer geschlossenen Taxonomie nicht implementiert werden. Da die IFRS lediglich Mindestelemente (vgl. bspw. IAS 1.47 ff.) in einem IFRS-Abschluss verlangen, sind in der IFRS-Taxonomie nicht für alle von Unternehmen berichteten Zahlen, Tabellen und Textblöcke Standardelemente enthalten. Vor diesem Hintergrund erscheinen extensions für einen IFRS-Abschluss als sehr sinnvoll. Ein steigender Anteil von extensions in der unternehmensspezifischen Taxonomie konterkarieren gleichwohl die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen und somit einen zentralen Zweck der elektronischen Berichterstattung. Da weiterhin die IFRS-Taxonomie den Anspruch hat, die Entwicklung der einzelnen Standards zeitnah zu reflektieren („standard-based modelling approach“), [15] sollte sich der Gebrauch von extensions für Unternehmen, die ihre Berichtsinhalte strikt an den IFRS-Berichtspflichten ausrichten, in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Erste Erfahrungswerte für den Anteil von extensions bei IFRS-Anwendern können seit der Veröffentlichungspflicht für FPIs bei der SEC über das EDGAR-Dashboard [16] eingesehen werden.

Im Rahmen des taggings/mappings werden die einzelnen Elemente der Taxonomie technisch den Abschlussbestandteilen zugeordnet und mit zusätzlichen Informationen angereichert, so dass sie elektronisch gelesen werden können. Hierfür wird eine spezielle Software benötigt, wobei eine Vielzahl unterschiedlicher kostenloser und kostenpflichtiger Lösungen mit unterschiedlichem Funktionsumfang (z. B. rendering, Validierung, Versionierung, filing, Benchmarking) am Markt verfügbar sind.

2. Taxonomien zur internationalen Rechnungslegung (IFRS)

2.1 IFRS-Taxonomie

Die IFRS-Taxonomie ist das vom IASB veröffentlichte XBRL-Klassifikationsschema für die einzelnen IFRS. Sie wird von der IFRS-Foundation herausgegeben und folgt dem offiziellen Standardsetzungsprozess. Die offen konzipierte Taxonomie enthält concepts für die

  • IFRS-Standardangaben,

  • „Application und Implementation Guidance“ der Standards,

  • Illustrative Examples sowie

  • induzierte Elemente aus der „Common Reporting Practice“. [17] S. 136

Eine Konkretisierung der Rechnungslegungsstandards durch die IFRS-Taxonomie ist gleichwohl weder beabsichtigt noch möglich. Allerdings gibt es einen Due Process, welcher die Änderungen an der Taxonomie regelt. [18] Zu diesem Zweck werden in Analogie zum Standardsetzungsprozess der IFRS Entwürfe erarbeitet und zur öffentlichen Stellungnahme bereitgestellt. Die Kommentierungsfrist umfasst mindestens 60 Tage.

Die aktuelle IFRS-Taxonomie für 2018 wurde am veröffentlicht und ist konsistent zu den IFRS, die bis zum veröffentlicht wurden – inklusiv veröffentlichter, aber noch nicht verpflichtend anzuwendender Standards. Sie wird durch unterjährige Anpassungen der Standards laufend aktualisiert und (mindestens) einmal jährlich als Gesamtwerk herausgegeben. Durch die jährliche Aktualisierung kommen also einerseits Elemente hinzu, andererseits werden nicht mehr durch einen Standard erforderliche Elemente obsolet (deprecated items). Änderungen der Taxonomie erfolgen daher insbesondere durch:

  • Änderungen von IFRSs,

  • zusätzliche Gemeinschaftselemente (common elements), wie z. B. durch die Präsentations- und Erläuterungspflichten von IFRS 13 induziert oder

  • Technologieänderungen, wie etwa Änderungen an der table linkbase [19] oder den Aufzählungsvorschriften [20].

Die mit Abstand häufigsten Elemente der IFRS-Taxonomie sind monetary items (für Zahlen) und strings (Text), gefolgt von domains (Hauptelemente) und text blocks (Textblöcke). [21]

2.2 ESEF-Taxonomie

Neben der IFRS-Taxonomie ist für SAP zukünftig das European Single Electronic Format (ESEF) relevant. Die ESEF-Taxonomie wurde durch die ESMA mittels eines regulatorischen technischen Standards (RTS) als gültiges Klassifikationsschema für die iXBRL-Berichterstattung von IFRS-Abschlüssen definiert.

Hierbei stellt die ESEF-Taxonomie zunächst grds. auf die Elemente der IFRS-Taxonomie ab. Die Entscheidung für eine eigenständige Taxonomie ist auf Copyrights, die Möglichkeit künftige Anpassungen unabhängig von der IFRS-Taxonomie vorzunehmen, und insbesondere das Ziel, dass die ESEF-Taxonomie den Endorsement-Prozess der IFRS widerspiegeln soll, zurückzuführen. Analog zur IFRS-Taxonomie handelt es sich um eine offene Taxonomie. Um die Vergleichbarkeit von XBRL-Daten zwischen Unternehmen gleichwohl bestmöglich zu erhalten, gelten für den Einsatz von extensions weitere Vorgaben. Weitere Details hierzu sind Gegenstand der Diskussion in Kap. IV.2.

Im Rahmen der Erarbeitung des RTS hat die ESMA zwischen Juni und September 2017 field-Tests mit 25 Unternehmen durchgeführt. [22] Der Anteil von extensions für das tagging von S. 137Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung/Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung variierte zwischen 10 % und 30 %. [23] Dass die Entscheidung zur Verwendung eines Standardelements gegenüber einer extension z. T. ermessensbehaftet sein kann, [24] verwundert hierbei nicht. Vor diesem Hintergrund erscheint die Idee des anchoring [25] als methodisch geeignetes Konzept, den Bezug zu einem oder mehreren Standardelementen zu verdeutlichen. [26]

Der finale Entwurf des RTS [27] wurde am von der ESMA veröffentlicht. Im Anschluss wird er von der Europäischen Kommission geprüft, bevor er dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament zur Umsetzung in Europäisches Recht weitergeleitet wird.

Ein common practice-Element, das in der IFRS-Taxonomie verfügbar ist, aber noch kein Bestandteil der ESEF-Taxonomie darstellt, ist über eine extension abzubilden, die den Namen und die Beschreibung des concepts aus der IFRS-Taxonomie übernimmt. [28]

3. Tagging/mapping

Das eigentliche Zuordnen von Taxonomie-Elementen zu Finanzdaten bezeichnet man als tagging. Jedes XBRL-concept kann hierbei grds. zu einem buchhalterischen Sachverhalt zugeordnet werden. Mehrere concepts können zueinander in Beziehung gesetzt werden: In der hierarchischen Abbildung folgen spezifische Detailelemente (child concepts) den übergeordneten Elementen (parent concept). Dieses Konzept und das damit zusammenhängende tagging der Finanzdaten soll auf Basis eines Auszugs aus der Gewinn- und Verlustrechnung der SAP aus dem Konzernabschluss 2017 mithilfe von Übersicht 3 auf S. 136 der presentation linkbase erläutert werden.

Anhand der Abbildung wird deutlich, dass am Beispiel von Cloud-Subskriptionen und Support der Zahl von 3.769 Mio. € neben der SAP -extension weitere diverse Informationen zu pflegen sind, damit sie elektronisch lesbar sind:

  • unit: Auf welche Einheit (z. B. Währung, Aktien, Prozent) sich die Zahlenangabe bezieht;

  • periode type: Ob sich die Zahl auf einen Zeitpunkt (instant) oder einen Zeitraum (duration) bezieht;

  • balance type: Soll oder Haben;

  • decimals: Basierend auf Angaben in Geschäftsbericht ist bei Angaben in Millionen die Dezimale „-6“ zu wählen;

  • period: Auf welchen konkreten Zeitpunkt oder Zeitraum sich die Zahlenangabe bezieht.

Die Ermessensspielräume, die sich insbesondere im Zuge der erstmaligen Erstellung einer unternehmensindividuellen Taxonomie (inklusive extensions) ergeben, sollen in Übersicht 4 S. 138auf Basis einer Weiterentwicklung des vorherigen Beispiels verdeutlicht werden. [29]

Im Vergleich zu Übersicht 3 (S. 136) wurden in Übersicht 4 (S. 137) zwei Standardelemente durch extensions ausgetauscht. Dies konterkariert zwangsläufig das Ziel, soweit wie möglich und sinnvoll auf Standardelemente der IFRS-Taxonomie zurückzugreifen. Diese Lücke kann über das Konzept des anchoring (vgl. Kap. IV.2.) theoretisch gelöst werden. Über die definition linkbase ist es möglich, die extensions mit Standardelementen zu verbinden (anchorn). Letztendlich verbleiben aber an dieser Stelle Ermessensspielräume beim Ersteller von XBRL-Dokumenten.

Darüber hinaus sei erwähnt, dass über die reference linkbas e in der IFRS-Taxonomie automatisch auch die IFRS-Norm gepflegt wird, aus der eine entsprechende Angabe resultiert. Folglich wird hierdurch der direkte Bezug zum Rechnungslegungsstandard verdeutlicht. Dies soll am Beispiel des zuvor in Übersicht 3 (S. 136) genutzten Standardelements „license fee income“ (mit Bezug zu IAS 1.112(c)) veranschaulicht werden. [30]


Tabelle in neuem Fenster öffnen
XBRL-Element
Angabeformat
Bezug zur IFRS-Norm
license fee income
duration, credit
IAS 1.112(c) common practice

Für Zwecke der Validierung der Finanzdaten sei an dieser Stelle noch der Nutzen der calculation linkbase auf Basis einer Fortentwicklung des obigen Beispiels erwähnt (vgl. Übersicht 5).

Über die Rangordnung (order) und das Gewicht (weight) können Validierungen der Daten automatisiert gestartet werden. Inkonsistenzen können so aufgedeckt werden, die Qualität von Abschlüssen kann potenziell verbessert werden.

Die hierarchische Darstellungsform hat allerdings ihre Grenzen und wirkt unpraktisch, wenn Mehrfachbeziehungen abgebildet werden sollen. Mehrfachbeziehungen bestehen z. B. bei der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Für jeden Eigenkapitalbestandteil werden die ursachenbezogenen Veränderungen jedes Eigenkapitalbestandteils dargestellt. XBRL-dimensions standardisieren die Umsetzung von Mehrfachbeziehungen. Sie bilden somit die Grundlage für komplexere Beziehungen und können auf beliebige concepts angewendet werden. Im Rahmen von XBRL besteht eine Mehrfachbeziehung typischerweise aus einem concept und einer (oder mehrerer) dimension(s), mit denen ein buchhalterischer Sachverhalt untergliedert werden kann. Dimensions können bspw. Wertentwicklungen, Laufzeiten oder Regionen sein.

Mittels der getaggten Daten kann sodann ein XBRL- oder iXBRL-Output erzeugt werden – je nach IT-Backend-System.

IV. Technische Vorgaben zur elektronischen Erfassung von Finanzdaten

1. US Securities and Exchange Commission (SEC)

Da (i)XBRL grds. ein offenes Format darstellt, hängt es von der jeweiligen Organisation ab, in welchem Umfang Finanzdaten S. 139elektronisch zu erfassen sind. Die SEC definiert Anforderungen für den Umfang von XBRL-filings über vier individuelle levels :

  1. Jede Zahl in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung als individueller Zahlen-Tag, sowie jede einzelne note als Text Block-Tag.

  2. Jede signifikante Bilanzierungs- und Bewertungsmethode als Text Block-Tag.

  3. Jede Tabelle im Anhang als Text Block-Tag.

  4. Jede (monetäre) Zahl und jeder Prozentsatz, die/der innerhalb des Anhangs angegeben werden (inklusiv narrativer Angaben), als individueller Zahlen-Tag.

Übersicht 6 fasst die Darstellung noch einmal überblicksartig zusammen. [31]

Die elektronische Erfassung von zusätzlichen Informationen (wie z. B. narrative Erläuterungen, die über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hinausgehen) kann ergänzend auf freiwilliger Basis vorgenommen werden.

Während die SEC im Rahmen der Einführung von XBRL für US-GAAP-Anwender die einzelnen level über zwei bis drei Jahre staffelte (phase-in), sind FPIs, die ihren Jahresabschluss nach den IFRS aufstellen, nun verpflichtet, alle vier level unmittelbar im ersten Jahr des filings von XBRL-Daten zu berücksichtigen. D. h. dass SAP innerhalb von einem Jahr nach Bereitstellung der IFRS-Taxonomie auf der Internetseite der SEC in der Lage sein musste, insbesondere die auf level iv. geforderte elektronische Erfassung jeder einzelnen Zahl im Anhang des Abschlusses sicherzustellen.

Das filing von XBRL-Daten für SAP bei der SEC erfolgt dabei grds. nur in Zusammenhang mit dem „Annual Report on Form 20-F“; Quartalsberichte/-mittelungen sind davon grds. nicht betroffen.

2. European Securities and Markets Authority (ESMA) [32]

Entsprechend dem RTS sollen IFRS-Konzernabschlüssen wie folgt getaggt werden:

  • Phase 1 (Geschäftsjahre, die am oder nach dem beginnen): Jede Zahl in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung eines Konzernabschlusses als individueller Zahlen-Tag,

  • Phase 2 (Geschäftsjahre, die am oder nach dem beginnen): Zusätzlich sämtliche Anhangangaben des Konzernabschlusses über Text Block-Tags. [33]

Bestimmte concepts aus der ESEF-Taxonomie sind dabei verpflichtend zu taggen, sofern die zugrunde liegenden Angaben gemacht werden. [34]

Eine detailliertere elektronische Erfassung von Informationen innerhalb der notes kann auf freiwilliger Basis erfolgen.

Soweit möglich ist auf die ESEF-Base-Taxonomie zurückzugreifen. Sofern die ESEF-Base-Taxonomie für eine Angabe kein concept bereithält, ist eine unternehmensindividuelle extension zu bauen. Eine extension ist dabei mit einem bestehenden concept aus der ESEF-Taxonomie zu verbinden, zu dem der engste inhaltliche Zusammenhang besteht (anchoring [35]). Die Verankerung einer extension erfolgt entweder:

  • als spezifisches (Unter-)Element zu einem bestehenden Standard-Element, wobei mehrere untergeordnete extensions sich auf ein und dasselbe Standard-Element beziehen dürfen, oder

  • als übergeordnetes (zusammenfassendes) neues Element, welches an mehreren Standard-Elementen gleichzeitig ankert.

Der Zusammenhang ist über die oben beschriebene definition linkbase zu dokumentieren.

V. Herausforderungen und Lösungsansätze aus Sicht eines US-gelisteten Unternehmens

1. Integration einer XBRL-Berichterstattung im Lichte bestehender Abschlussprozesse

Wenngleich zu erwarten war, dass IFRS-Anwender als FPIs ab einem bestimmten Zeitpunkt XBRL-Daten bei der SEC einreichen müssen, hat die Schnelligkeit und die Intensität der neuen Anforderungen verwundert. So musste von der Bekanntgabe der XBRL-Anforderungen für FPIs im März 2017 bis zur Einreichung des „Annual Reports on Form 20-F“ für das Geschäftsjahr 2017 im Februar 2018 bei der SEC ein Prozess etabliert werden, der eine elektronische Erfassung der Finanzdaten in den levels i. bis iv. sicherstellt, ohne dass die geplanten Veröffentlichungstermine beeinträchtigt werden würden. Das setzte voraus, dass die XBRL-Berichterstattung in bestehende Abschlussprozesse der SAP integriert wird. Vor diesem Hintergrund soll an dieser Stelle zunächst ein schematisch zeitlicher Ablauf des jährlichen Abschlussprozesses bei der SAP dargestellt werden (vgl. Übersicht 7 auf S. 140). S. 140

Es wird deutlich, dass mit Beginn des 2017er-Zyklusses für die Erstellung des Konzernabschlusses im September 2017 idealtypisch ein Setup für die XBRL-Berichterstattung des 2017er-Abschluss etabliert sein musste, welches nahtlos mit bestehenden Prozessen verzahnt ist. Obgleich die SAP seit mehreren Jahren auf freiwilliger Basis XBRL-Finanzdaten auf demo level i. veröffentlicht hat, ist eine Umsetzung von level ii.- bis iv.-Daten innerhalb weniger Monate (März bis September 2017) ohne die schrittweise Einführung der benannten level (phase-in (vgl. Kap. IV.1)) eine Herausforderung in Bezug auf XBRL-Detailwissen und Ressourcen.

2. Lösungsansatz und Erfahrungen

Es wurden Vor- und Nachteile verschiedener Szenarien analysiert, die sich im Wesentlichen auf:

  1. in-house- oder

  2. Outsourcing-Lösungen

fokussierten. Da die SAP im Rahmen des filings ihres „Annual Reports on Form 20-F“ bereits auf die Unterstützung eines externen Dienstleisters zurückgriff, galt es hierbei entsprechende Schnittstellen zu berücksichtigen.

Die Masse der elektronisch zu erfassenden Finanzdaten im level iv., verbunden mit der begrenzten Zeit und den limitierten Erfahrungen bei der Erstellung von XBRL-Berichten, führten die Entscheidung relativ schnell auf einen Outsourcing-Ansatz. Zunächst wurde von dem beauftragten Dienstleister zwischen Mai und Juli 2017 eine SAP-spezifische Taxonomie (inklusive extensions) auf Basis der IFRS-Taxonomie 2016 aufgebaut und ein tagging auf Basis des „Annual Reports on Form 20-F“ für das Geschäftsjahr 2016 vorgenommen. Darauf folgten die Reviews vonseiten SAP – sie umfassten im Wesentlichen die Monate August und September 2017. Übersicht 8 soll den Ablauf illustrieren.

Für die insgesamt drei Review-Runden waren im Wesentlichen zwei fachliche Mitarbeiter der SAP aus dem Bereich Konzernrechnungslegung betraut. Insbesondere das erstmalige Aufsetzen der Taxonomie i. V. mit dem tagging aller Zahlen der Anhangangaben ist sehr zeitaufwendig und erforderte eine intensive Abwägung und Diskussionen über mehrere Review-Runden hinweg. Die Reviews wurden i. S. eines 4-Augen-Prinzips durchgeführt und sofern notwendig mit weiteren Mitarbeitern innerhalb der Konzernrechnungslegung der SAP erörtert. Im Rahmen des Reviews sind:

  • ein tiefgreifendes Verständnis der von den IFRS geforderten Anhangangaben,

  • ein unternehmensindividuelles Know-how und

  • ein technisches Verständnis von XBRL

unabdingbar.

Mit der Fertigstellung des vorläufigen Anhangs für das Geschäftsjahr 2017 wurde dem externen Dienstleister der vorläufige Anhang Ende November 2017 zur Verfügung gestellt, der in der Folge die Taxonomie und das tagging

  • auf Basis des neuen Anhangs für das Geschäftsjahr 2017 aktualisierte und

  • auf die IFRS-Taxonomie 2017

angepasst hat. Der vorläufige Anhang für das Geschäftsjahr 2017 ist dabei als Finalisierung aller Anhangangaben bis auf die noch offenen Zahlenangaben für das Geschäftsjahr 2017 zu verstehen.

Den Anpassungen hat sich wieder eine Review-Runde vonseiten der SAP im Dezember 2017 angeschlossen. Der zeitliche Umfang war allerdings signifikant geringer als beim initialen Aufsetzen der Taxonomie und des taggings, so dass dieser Review bereits Anfang Januar 2018 abgeschlossen war.

Von Vorteil für die Erstellung der 2017er-XBRL-Daten hat sich hierbei der seit Jahren etablierte Abschlusserstellungsprozess der SAP erwiesen. In der arbeitsintensiven Phase zu Jahresbeginn 2018 war lediglich eine Aktualisierung der Zahlenangaben für das Geschäftsjahr 2017 durch den Dienstleister mit entsprechendem Review durch SAP erforderlich. Eine gesonderte Prüfung der XBRL-Finanzdaten durch Wirtschaftsprüfer war von der SEC gleichwohl nicht gefordert; auf eine freiwillige Prüfung durch den Abschlussprüfer wurde verzichtet. Die ersten XBRL-Finanzdaten für level i. bis iv. konnten daher zusammen mit dem 2017er- „Annual Report on Form 20-F“ bei der SEC am eingereicht werden.

3. Ausblick

Nach dem endgültigen tagging und filing der XBRL-Daten für das Geschäftsjahr 2017 sind künftig weitere Verbesserungen geplant. Einerseits besteht die Erwartungshaltung, dass detaillierte peer-Vergleiche von IFRS -filern bei der SEC möglich werden, um den Anteil von extensions zu analysieren. Sofern möglich und sinnvoll sollen diese durch Standardelemente ersetzt werden. Weiterhin gibt jede extension Anlass zur Überprüfung der eigenen Anhangangaben: Pflichtgemäße Angaben sollten – zumindest theoretisch – durch Standardelemente abbildbar sein. Insofern kann für jede extension geprüft werden, ob die zugrunde liegende Erläuterung erforderlich bzw. entscheidungsnützlich ist. Für solche Angaben, auf die das nicht zutrifft, ist eine Reduktion der Angaben zu prüfen, was neben der Vermeidung von potenziellen InkonsistenzenS. 141 innerhalb der Anhangangaben auch dem Ziel einer Fokussierung auf entscheidungsrelevante Informationen für Abschlussinteressenten folgt. Durch wegfallende Angaben können extensions im Rahmen der XBRL-Berichterstattung ebenfalls minimiert werden. Vor diesem Hintergrund werden die Anhangangaben im Frühjahr/Sommer 2018 für den Konzernabschluss des Jahres 2018 erneut analysiert. Darüber hinaus analysiert die SAP derzeit eine Weiterentwicklung des Kontenplans auf Basis der IFRS-Taxonomie. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn der Kontenplan automatisch zu der IFRS-Taxonomie gemappt ist, kann die manuelle Zuordnung von Anhangangaben zu der IFRS-Taxonomie weitgehend entfallen.

Aufgrund der doppelten Reportingverpflichtungen der SAP in den USA und in Deutschland/Europa ist es zudem wünschenswert, wenn Konvergenzbestrebungen bei (i)XBRL nicht zu der Erstellung von zwei verschiedenen (i)XBRL-Berichten für den gleichen Abschluss führen – einerseits filings bei der SEC, andererseits für filings in Zusammenhang mit den aktuellen ESMA-Anforderungen.

Da XBRL- filings bei der SEC für Geschäftsjahre, die am oder nach dem enden, sowohl auf der Grundlage einer US-GAAP-Taxonomie als auch einer IFRS-Taxonomie erfolgen können, stellt sich zwangsweise die Frage, wie das zu mehr Transparenz führen soll. Vor diesem Hintergrund erscheint die Arbeit des FASB an einer Shared Reporting Taxonomie (SRT) [36] als richtiger Schritt zu mehr Konvergenz. In eine SRT werden Elemente der US-GAAP-Taxonomie ausgelagert, um sie auch für IFRS-Anwender nutzbar zu machen.

VI. Zusammenfassung

  • Das Berichtsformat (i)XBRL nimmt an Bedeutung zu – Ersteller von Abschlüssen sollten sich frühzeitig mit der Technologie auseinandersetzen, da elektronisch lesbare Berichtsformate verstärkt eingefordert werden.

  • XBRL und iXBRL unterscheiden sich lediglich in den Output-Dateien, die aus IT-Systemen generiert werden. Hinsichtlich der Input-Dateien und des Erstellungsprozesses gibt es grds. keine Unterschiede.

  • (i)XBRL stellt eine Schnittstellenfunktion dar: Ersteller von (i)XBRL Finanzdaten sollten folgendes Know-how mitbringen:

    • ein tiefgreifendes Verständnis der von den IFRS geforderten Anhangangaben,

    • Kenntnisse unternehmensindividueller Spezifika von Anhangangaben und

    • ein technisches Verständnis von (i)XBRL.

    Es wird nicht funktionieren, die Herausforderung von (i)XBRL mit nur einem Teil des skillsets zu bestreiten.

  • Bei Erstellern von XBRL-Dokumenten verbleiben Ermessensspielräume, ob bzw. in welchem Umfang extensions eingesetzt werden.

  • Die Auseinandersetzung mit (i)XBRL eröffnet eine Art „fresh look“ auf Anhangangaben und ermöglicht es so, redundante, unwesentliche oder freiwillige Angaben in den notes zu reduzieren.

  • Validierungsregeln innerhalb der (i)XBRL-Technologie ermöglichen es, Finanzdaten auf Konsistenz zu prüfen – hierdurch wird potenziell die Qualität von Abschlüssen verbessert.

  • Konvergenzbestrebungen in der internationalen Rechnungslegung sollten auch im Rahmen von (i)XBRL unterstützt werden, um Doppelaufwand für Ersteller durch Anforderungen verschiedener Regelungskreise zu vermeiden.

Autoren

StB Carsten Heuring
ist Mitarbeiter im Corporate Financial Reporting der SAP SE, Walldorf.

Dr. Stephan Burghardt
ist Mitarbeiter im Corporate Financial Reporting der SAP SE, Walldorf.

Fundstelle(n):
PiR 5/2018 Seite 133
ZAAAG-82324

1Als Beispiele für die verpflichtende Einreichung von Finanzdaten auf Basis des XBRL-Standards können die „Accounting and Corporate Regulatory Authority“ (Singapore), SEC (USA), HM Revenue & Customs (United Kingdom) und die Finanzverwaltung (Deutschland) genannt werden. Ferner müssen Finanzinstitute ab dem Solvency II-Meldungen im XBRL-Format durchführen. Ein Überblick über die weltweite Nutzung von XBRL ist online abrufbar unter: http://go.nwb.de/f28w1 (letzter Abruf: ).

2Vgl. SEC 33-9002.

3Vgl. SEC 33-10320.

4Vgl. SEC 34-78041.

5Vgl. SEC 33-10323.

6Vgl. ESMA, ESMA Proposes new digital format for issuers' financial reporting, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/tk4bj (letzter Abruf: ).

7Vgl. AKEU, DB 2010 S. 1474.

8Vgl. IFRS-Foundation, http://go.nwb.de/7yfug (letzter Abruf: ).

9Vgl. FASB, http://go.nwb.de/swr5d (letzter Abruf: ).

10Vgl. hierzu auch Baumüller/ Nguyen, NWB RAAAG-49374.

11Quelle: Eigene Darstellung.

12Quelle: Eigene Darstellung.

13Vgl. http://go.nwb.de/06dc1 (letzter Abruf: ).

14Die HGB-Taxonomie der Finanzverwaltung zur Übermittlung der E-Bilanz nach § 5b EStG ist bspw. eine geschlossene Taxonomie; vgl. http://www.esteuer.de.

15Vgl. IFRS-Taxonomy Architecture 2017, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/vo1z7 (letzter Abruf: ).

16Vgl. EDGAR-Dashboard, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/b98o2 (letzter Abruf: ). Das EDGAR-Dashboard wird von XBRL Cloud, Inc. bereitgestellt. Es zeigt (beispielhaft) Auswertungsmöglichkeiten von XBRL-Informationen. Mithilfe des Dashboards lassen sich u. a. die Quote an extensions für jeden Abschluss sowie Validierungshinweise für gewisse Regeln aus den EDGAR Filer Manuals erkennen.

17Vgl. IFRS-Taxonomy Architecture 2017, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/vo1z7 (letzter Abruf: ).

18Vgl. IFRS-Foundation (Hrsg.): Due Process Handbook, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/tocst (letzter Abruf: ).

19Vgl. http://go.nwb.de/sgg5a (letzter Abruf: ).

20Vgl. http://go.nwb.de/l9zkq (letzter Abruf: ).

21Vgl. IFRS-Foundation (Hrsg.): Using the IFRS Taxonomy. The taxonomy architecture – 2017, S. 20, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/iy0h6 (letzter Abruf: ).

22Vgl. ESMA (Hrsg.): Field Test on ESEF, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/2w7j4 (letzter Abruf: ).

23Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, S. 462, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

24Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, S. 465, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

25Vgl. die näheren Erläuterungen des anchorings in Kap. IV.2.

26Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, S. 470 f., online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

27Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

28Vgl. ESMA (Hrsg.): ESEF Reporting Manual. Preparation of Annual Financial Reports in Inline XBRL, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/r3k0m (letzter Abruf: ).

29In Anlehnung an ESMA (Hrsg.): ESEF Filer's extension, S. 1, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/nxgxl bzw. ESMA (Hrsg.): European Single Electronic Format (ESEF). ESMA Meet-the-Market Workshop – 6 June 2017, S. 16, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/vgnnl (letzter Abruf: ).

30Vgl. IFRS-Foundation (Hrsg.): The IFRS Taxonomy Illustrated, 2017, S. 25.

31Vgl. Ernst & Young (Hrsg.): Technical Line No. 2010-17 v. . XBRL update: 2010. Observations and insights, S. 3.

32Vgl. ESMA (Hrsg.): European Single Electronic Format, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/xnnd0 (letzter Abruf: ).

33Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, S. 16 ff., online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

34Vgl. ESMA (Hrsg.): Final Report on the RTS of the European Single Electronic Format, S. 16 ff., online abrufbar unter: http://go.nwb.de/rlhfp (letzter Abruf: ).

35Vgl. ESMA (Hrsg.): ESEF Reporting Manual. Preparation of Annual Financial Reports in Inline XBRL, S. 12, online abrufbar unter: http://go.nwb.de/r3k0m (letzter Abruf: ).

36Vgl. FASB (Hrsg.): SEC Reporting Taxonomy (SRT) Release Notes. Version 2018 (Draft), online abrufbar unter: http://go.nwb.de/ra0d6 (letzter Abruf: ).