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Online-Nachricht - Dienstag, 07.09.2010

Studie | Professionelles Forderungsmanagement zahlt sich aus

Deutsche Unternehmen müssen durchschnittlich 2,8% ihrer Forderungen abschreiben – ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr, in dem nur 2,1% der Rechnungen unbezahlt blieben. Dies ist ein Ergebnis der EOS Zehn-Länder-Studie 2010 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“, wofür im Frühjahr 2010 gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos 2.200 Unternehmen in zehn Ländern zu den dortigen Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.


Durch die zunehmende Anzahl von unbezahlten Rechnungen wird ein professionelles Risiko- und Forderungsmanagement für deutsche Unternehmen immer wichtiger: Knapp 90% der deutschen Firmen arbeiten mit Spezialisten wie Anwaltskanzleien oder Mahn- und Inkassounternehmen zusammen (2009: 84%). Nur in Belgien nutzen mit 78% ähnlich viele Unternehmen die Unterstützung externer Dienstleister. In den meisten anderen Ländern beauftragt weniger als die Hälfte der Firmen unternehmensfremde Spezialisten.

Der Grund: Das professionelle Forderungsmanagement zahlt sich für die Unternehmen aus. Nur 9% der deutschen Firmen waren bislang von Liquiditätsengpässen betroffen – so wenige wie in keinem anderen Land. Im internationalen Vergleich gehören die Deutschen außerdem mit zu den pünktlichsten Zahlern: 81,4% der Rechnungen an Privatkunden werden bei einem Zahlungsziel von durchschnittlich 20 Tagen pünktlich bezahlt. Am zuverlässigsten zahlen die ostdeutschen Endverbraucher (84,4%).

Für die Zukunft rechnen viele deutsche Unternehmen allerdings mit einer Verschlechterung der Zahlungsmoral – insbesondere im Privatkundengeschäft. 44% erwarten eine negative Entwicklung des Zahlungsverhaltens – in keinem anderen Studienland sind die Befragten pessimistischer. Insbesondere Energieversorger (63%) sowie Kreditinstitute (61%) gehen von einer abnehmenden Zahlungsmoral aus. Etwas stabiler bewerten die Befragten die Entwicklung des Zahlungsverhaltens ihrer Geschäftskunden: Hier gehen 28% von einer Verschlechterung aus, 64% erwarten, dass das Zahlungsverhalten stabil bleibt.

Weitere Ergebnisse der Studie erhalten Sie unter: www.eos-solutions.com/studien.
Quelle: Pressemitteilung der EOS Gruppe vom  

 

Fundstelle(n):
JAAAF-48065