Studie | Professionelles Forderungsmanagement zahlt sich aus
Deutsche Unternehmen müssen durchschnittlich 2,8% ihrer Forderungen
abschreiben – ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr, in dem nur 2,1% der
Rechnungen unbezahlt blieben. Dies ist ein Ergebnis der EOS Zehn-Länder-Studie
2010 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“, wofür im Frühjahr 2010
gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos 2.200 Unternehmen
in zehn Ländern zu den dortigen Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.
Durch die zunehmende Anzahl von unbezahlten
Rechnungen wird ein professionelles Risiko- und Forderungsmanagement für
deutsche Unternehmen immer wichtiger: Knapp 90% der deutschen
Firmen arbeiten mit Spezialisten wie Anwaltskanzleien oder
Mahn- und Inkassounternehmen zusammen (2009: 84%). Nur in Belgien nutzen mit
78% ähnlich viele Unternehmen die Unterstützung externer Dienstleister. In den
meisten anderen Ländern beauftragt weniger als die Hälfte der Firmen
unternehmensfremde Spezialisten.
Der Grund: Das professionelle Forderungsmanagement zahlt sich für die Unternehmen aus. Nur 9% der deutschen Firmen waren bislang von Liquiditätsengpässen betroffen – so wenige wie in keinem anderen Land. Im internationalen Vergleich gehören die Deutschen außerdem mit zu den pünktlichsten Zahlern: 81,4% der Rechnungen an Privatkunden werden bei einem Zahlungsziel von durchschnittlich 20 Tagen pünktlich bezahlt. Am zuverlässigsten zahlen die ostdeutschen Endverbraucher (84,4%).
Für die Zukunft rechnen viele deutsche Unternehmen allerdings mit einer Verschlechterung der Zahlungsmoral – insbesondere im Privatkundengeschäft. 44% erwarten eine negative Entwicklung des Zahlungsverhaltens – in keinem anderen Studienland sind die Befragten pessimistischer. Insbesondere Energieversorger (63%) sowie Kreditinstitute (61%) gehen von einer abnehmenden Zahlungsmoral aus. Etwas stabiler bewerten die Befragten die Entwicklung des Zahlungsverhaltens ihrer Geschäftskunden: Hier gehen 28% von einer Verschlechterung aus, 64% erwarten, dass das Zahlungsverhalten stabil bleibt.
Weitere Ergebnisse der Studie erhalten Sie unter:
www.eos-solutions.com/studien.
Quelle: Pressemitteilung der
EOS Gruppe vom
Fundstelle(n):
JAAAF-48065