Dokument Praxisveräußerungen und Sozietätsgründungen in ertragsteuerlicher Sicht

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NWB Nr. 35 vom 27.08.1990 Fach 3 Seite 7455

Praxisveräußerungen und Sozietätsgründungen in ertragsteuerlicher Sicht

von Ltd. Regierungsdirektor Dr. Ernst-August Ehlers, Hamburg

Nach § 18 Abs. 3 EStG gehört zu den Einkünften aus selbständiger Arbeit auch der Gewinn, der bei der Veräußerung des Vermögens oder eines selbständigen Teils des Vermögens erzielt wird, das der selbständigen Arbeit dient. Hinsichtlich der Berechnung des Veräußerungsgewinns sowie etwa zustehender Freibeträge wird auf § 16 Absätze 2-4 EStG verwiesen. Durch diese Verweisung ist die Regelung des § 18 Abs. 3 EStG den Rechtsgrundlagen für die Veräußerung von gewerblichen Betrieben (§ 16 EStG) angeglichen. Eine Veräußerung liegt danach vor, wenn die wesentlichen Grundlagen des der selbständigen Arbeit dienenden Vermögens im ganzen einem anderen übertragen werden und mit der Veräußerung der Grundlage der betreffenden selbständigen Tätigkeit auch die Tätigkeit selbst ihr Ende findet (BFH v. 24. 5. 56, BStBl III S. 205). Voraussetzung für eine Veräußerung ist jedoch nicht, daß der Freiberufler jede Art selbständiger Tätigkeit endgültig aufgibt. Eine Praxisveräußerung liegt nämlich auch vor, wenn die freiberufliche Tätigkeit in dem bisherigen örtlich begrenzten Wirkungskreis wenigstens für eine gewisse Zeit eingestellt wird (BFH v. 14. 3. 75, BStBl II S. 661).

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