Dokument Bearbeitung und Plausibilisierung latenter Steuern - KMU-Jahresabschluss – Best Practice Teil 11

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BBK Nr. 21 vom 01.11.2019 Seite 1028

Bearbeitung und Plausibilisierung latenter Steuern

KMU-Jahresabschluss – Best Practice Teil 11

Wolfgang Eggert

[i]Eggert, KMU-Jahresabschluss – Best Practice, Beitragsreihe, Übersicht über alle bisher erschienenen Teile unter NWB DAAAH-06968 Die aktiven und passiven latenten Steuern, die in diesem Beitrag zusammen behandelt werden, erfreuen sich in der Praxis keiner großen Beliebtheit. Nicht selten werden deren Bearbeitung und damit auch ihre Bilanzierung (zum Teil bewusst) zumindest bei kleinen und mittleren Unternehmen ignoriert. Diese Herangehensweise ist sehr kritisch zu sehen, da sie mit dem Gesetz und der herrschenden Meinung nicht in Einklang zu bringen ist. Im Folgenden wird – aus der Sicht des Bearbeiters eines Jahresabschlusses – eine praktikable Herangehensweise zum Ausweis latenter Steuern aufgezeigt.

Eine Kurzfassung des Beitrags finden Sie .

I. Begriff der latenten Steuern

[i]Utz/Frank, Latente Steuern (HGB), infoCenter NWB QAAAE-60615 Soweit Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, entstehen – so § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB – latente Steuern.

Latente Steuern sind vor allem für diejenigen nicht leicht zu verstehen, die hauptsächlich steuerlich orientiert arbeiten. Der Steueraufwand, der an das Finanzamt (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag...

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