Dokument Darlehensgewährung durch Arbeitgeber

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NWB Nr. 36 vom 06.09.1993 Seite 3415 Fach 6 Seite 3535

Darlehensgewährung durch Arbeitgeber

von Dipl.-Finanzwirt Heinz Richter, Steuerberater, Köln, und Dipl.-Finanzwirt Egon Sorg, Köln

Zu den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit gehören alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem AN für eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden (§ 19 Abs. 1 Nr. 1 i. V. mit § 8 Abs. 1 EStG). Nach § 2 LStDV gehören zum Arbeitslohn - unabhängig von der Bezeichnung und der Form - alle Einnahmen, die dem AN aus dem Dienstverhältnis zufließen. Entscheidend ist dabei in erster Linie, ob der gewährte Vorteil im weitesten Sinne als Ertrag aus dem Dienstverhältnis anzusehen ist. Als Arbeitslohn kommt auch ein Vorteil aus einer unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung eines Darlehens in Betracht. Andererseits ist aber auch hier zu prüfen, ob die günstige Darlehensgewährung aufgrund des Dienstverhältnisses erfolgt oder andere Ursachen hat.

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