Kommentar zu § 55 - Schlussvorschriften (Sondervorschriften für
	 die Gewinnermittlung nach 
	 § 4 EStG oder nach Durchschnittssätzen bei vor
	 dem 1. Juli 1970
	 angeschafftem Grund und Boden)
Jahrgang 2019
Auflage 4
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-65344-5

Onlinebuch Einkommensteuergesetz Kommentar

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Kanzler, Kraft, Bäuml, u.a. - Einkommensteuergesetz Kommentar Online

§ 55 Schlussvorschriften (Sondervorschriften für die Gewinnermittlung nach § 4 EStG oder nach Durchschnittssätzen bei vor dem 1. Juli 1970 angeschafftem Grund und Boden)

Helmut Walter (Oktober 2019)
Hinweise:

BStBl 1972 I 102; BStBl 2014 I 1503; BewRL = BStBl 1967 I 397 und 1968 I 223.

A. Allgemeine Erläuterungen

I. Normzweck und wirtschaftliche Bedeutung der Vorschrift

1Betrieblich genutzter Grund und Boden gehört zum Anlagevermögen. Nur der Höhe nach blieb der Grund und Boden (GuB) bis zur Verfassungswidrigkeit des § 4 Abs. 1 Satz 5 EStG 1969 außer Ansatz. § 55 EStG bezweckt, die Wertsteigerungen, die vor dem entstanden sind, bei einer Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1, § 4 Abs. 3 oder nach § 13a EStG nicht zu erfassen. Damit sollten unerwünschte Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt vermieden werden. Daher ist der GuB am „wie“ eine Einlage einzubuchen (Abs. 7) und zwar mit den gesetzlich festgelegten Pauschalwerten des Abs. 1 (mit dem „Zweifachen des nach Abs. 2 bis 4 zu ermittelnden Ausgangsbetrags“) oder mit dem beantragten und gesondert festgestellten höheren Teilwert nach Abs. 5. Bei einer Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG oder nach § 13a EStG war der GuB bei Land- und Forstwirten ab dem und bei nicht buchführenden Gewerbetreibenden und Freiberuflern vom an im b...

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