Dokument Zur Rolle von Enklaveneffekten für Einkommensveränderungen bei Existenz- und Unternehmensgründungen von Ausländern in Deutschland

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BFuP Nr. 6 vom 15.12.2010 Seite 620

Zur Rolle von Enklaveneffekten für Einkommensveränderungen bei Existenz- und Unternehmensgründungen von Ausländern in Deutschland

Von Univ.-Prof. Dr. Marcus Wagner, Würzburg

Der vorliegende Beitrag untersucht ob für die Einkünfte selbstständiger Ausländer in Deutschland Enklaveneffekte eine Rolle spielen. Die Untersuchung zeigt, dass die Einkommenshöhe selbstständiger Ausländer branchenabhängig variiert, was durch Enklaveneffekte erklärbar ist. Dabei legen die Ergebnisse nahe, dass fast keine regionale Diskriminierung existiert, was auf einen deutschlandweit in dieser Hinsicht relativ homogenen Arbeitsmarkt hindeutet. Branchenbezogen zeigen generell positive und signifikante, aber über Branchen variierende Einkommenseffekte für selbstständige Ausländer.

1 Einleitung

Der vorliegende Beitrag untersucht, ob für die Einkünfte selbstständiger Ausländer in Deutschland Enklaveneffekte eine Rolle spielen. Unter einem Enklaveneffekt ist ein direkter oder indirekter Einfluss aus der Existenz von sektoralen oder geografischen Enklaven auf Erfolgs- oder Inzidenzparameter (z. B. Einkommen, Überleben) von Existenz- oder Unternehmensgründungen zu verstehen.

Gemäß der Definition von Parker sind geografische oder regionale Enklaven „… geographic clusters of ethnic group members who from self-supporting economic communities”. Dies kann sich auch auf die Existenz von Nische...

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