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Kostenrechnungs- und Controllinglexikon vom

Kuppelkalkulation

Prof. Jürgen Grabe und Prof. Dr. Ute Vanini
Begriff:

K., auch Koppelkalkulation, ist die Durchführung der Kostenträgerstückrechnung bei Kuppelproduktion. Die K. verfolgt das Ziel, die Gesamtkosten des Kuppelproduktionsprozesses auf die Kuppelprodukte zu verteilen.

Problem:

Bei Kuppelproduktion sind zwar die Kosten der gesamten Leistungserstellung, nicht aber die der einzelnen Kuppelprodukte feststellbar. Eine verursachungsgemäße Zurechnung der Kosten auf die Einzelprodukte ist nicht möglich. Jede Kostenzurechnung bleibt willkürlich.

Verfahren:

In der Praxis haben sich Restwertmethode und Verteilungsmethode als Verfahren der K. durchgesetzt.

(1) Restwertmethode (Subtraktionsmethode): Sie wird angewandt, wenn eines der Kuppelprodukte als Hauptprodukt gilt, während die anderen als Nebenprodukte angesehen werden. Die Nettoerlöse der Nebenprodukte (= Erlöse abzüglich solcher Kosten, die für die Nebenprodukte gesondert anfallen) subtrahiert man von den Gesamtkosten des Kuppelproduktionsprozesses, um so, nach Division durch die Stückzahl, die Restkosten des Hauptprodukts zu erhalten. Zur Selbstkostenermittlung können anschließend noch Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkost...

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