Dokument Bilanzierungsfragen bei gemischt genutzten Immobilien - Konsequenzen aus der aktuellen Rechtsprechung

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BBK Nr. 16 vom 15.08.2008 Seite 877 Fach 30 Seite 1986

Bilanzierungsfragen bei gemischt genutzten Immobilien

Konsequenzen aus der aktuellen Rechtsprechung

Hans Walter Schoor

Die Bilanzierung gemischt genutzter Immobilien wirft in der Praxis – wie die umfangreiche Rechtsprechung beweist – oft Probleme auf. Meist geht es um die Betriebsvermögenseigenschaft von Gebäudeteilen und dabei vor allem um die Frage, ob eine Nutzungsänderung zu einer Zwangsentnahme oder -einlage führt. Die folgende Fallstudie hat praxisrelevante Einzelfälle zum Gegenstand.

I. Sachverhalte und Aufgaben

(1) Der bilanzierende Apotheker A hat ein mehrgeschossiges gemischt genutztes Gebäude erworben, dessen Räumlichkeiten wie folgt genutzt werden:

  • Im Erdgeschoss betreibt A seine Apotheke.

  • Das erste Obergeschoss ist an einen freiberuflich tätigen Kinderarzt vermietet.

  • Das zweite Obergeschoss ist an einen Rechtsanwalt vermietet, der die Räume für seine Praxis nutzt.

  • Mieter des dritten Obergeschosses ist ein selbständiger Versicherungsvertreter, der dort seine Agentur betreibt.

  • Das vierte Obergeschoss ist an einen Fremden zu Wohnzwecken vermietet.

  • Das fünfte Obergeschoss dient eigenen Wohnzwecken des A. S. 878

Aufgabe: Inwieweit gehört das gemischt genutzte Gebäude zum Betriebsvermögen des A?

(2) A ist selbständiger Rechtsanwalt. Er er...

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