UM Nr. 1 vom

Versicherungsunternehmen und das Halbeinkünfteverfahren: Bisherige, neue und systematisch gebotene Besteuerung

Dipl.-Ök. Olaf Siegmund

Durch Kursverluste an deutschen und internationalen Börsen sind einige Lebensversicherungen in Bedrängnis geraten. Von den steuerlichen Regelungen des Halbeinkünfteverfahrens wurde behauptet, die Probleme der Versicherungsunternehmen noch zu verschärfen. Daher werden ab dem (wahlweise rückwirkend ab dem ) für Versicherungsunternehmen Einkünfte aus Beteiligungen (Dividenden, Veräußerungsgewinne und -verluste) vollständig (bzw. zu 80 %) steuerwirksam. Der Beitrag erläutert die Problematik des Halbeinkünfteverfahrens bei Versicherungsunternehmen nach bisheriger Rechtslage und analysiert, inwieweit die Nichtanwendung von § 8b Abs. 1 bis 7 KStG bei Versicherungsunternehmen deren wirtschaftliche Situation verbessern kann. Die Auswirkungen der Neuregelung auf den Wert von Versicherungsunternehmen liegen auf der Hand; daneben können sich Wirkungen auf den Börsenkurs anderer Unternehmen ergeben, wenn Versicherer ihre Anlagepolitik ändern. Nach einer Darstellung der bisherigen Rechtslage erläutert der Autor die Steuerrechtsänderungen und deren Folgen für den Unternehmenswert von Versicherungsunternehmen und ihre zukünftige Investitionspolitik am Kapitalmarkt. Abschließend werden Alternativen vorgestellt, die dem System des Halbeinkünfteverfahrens eher entsprechen würden.

Dies ist ein Abstract zu einem Aufsatz der Zeitschrift "Unternehmensbewertung & Management" (UM), dem Vorläufer des BBB.

Fundstelle(n):
UM 1/2004
NWB VAAAB-83454

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